AnwaltVerein Stuttgart e.V.
Mitglied des Deutschen AnwaltVereins



Umfrage zur Nutzerführung des zukünftigen besonderen elektronischen Anwaltspostfachs

Die BRAK wird aufgrund der Verpflichtung aus dem Gesetz zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten zum 01.01.2016 für jede Rechtsanwältin und jeden Rechtsanwalt ein besonderes elektronisches Anwaltspostfach (beA) einrichten, über das zukünftig die elektronische Kommunikation mit der Justiz abgewickelt wird. Das Postfach wird den Weg des Postversandes ersetzen. Die erhaltenen Nachrichten können aus dem beA ausgedruckt oder exportiert werden. Derzeit befindet sich die BRAK in der Entwicklungsphase der Postfächer.

Eine Online-Umfrage soll dabei helfen, zu ermitteln, welche Anforderungen Sie als zukünftiger Nutzer des beA an das zu entwickelnde System haben. Die Umfrage wird kurzfristig bis zum 31.12.2014 verfügbar sein, um so zu gewährleisten, dass die Informationen direkt in den laufenden Entwicklungsprozess miteinbezogen werden.

Nutzen Sie die Chance, direkten Einfluss zu übernehmen und Anregungen aus Ihrer Praxissicht zu übermitteln.

Link zur Umfrage: http://www.fbgen.de/UMFRAGE/start.php?u=MTU1OQ

Änderung des § 15 FAO zum 1. Januar 2015

Pflichtfortbildung von 10 auf 15 Stunden erhöht!

Die Satzungsversammlung hat in ihrer Sitzung im Dezember 2013 mit Wirkung zum 1. Januar 2015 die Erhöhung der Mindestgesamtdauer der Fortbildung von 10 auf 15 Stunden beschlossen. § 15 FAO ist wie folgt neu gefasst: (Änderungen sind hervorgehoben)
„(1) Wer eine Fachanwaltsbezeichnung führt, muss kalenderjährlich auf diesem Gebiet wissenschaftlich publizieren oder an fachspezifischen der Aus- oder Fortbildung dienenden Veranstaltungen hörend oder dozierend teilnehmen. Die hörende Teilnahme setzt eine anwaltsorientierte oder interdisziplinäre Veranstaltung voraus.
(2) Bei Fortbildungsveranstaltungen, die nicht in Präsenzform durchgeführt werden, müssen die Möglichkeiten der Interaktion des Referenten mit den Teilnehmern sowie der Teilnehmer untereinander während der Dauer der Fortbildungsveranstaltung sichergestellt sein und der Nachweis der durchgängigen Teilnahme erbracht werden.
(3) Die Gesamtdauer der Fortbildung darf je Fachgebiet 15 Zeitstunden nicht unterschreiten.
(4) Bis zu 5 Zeitstunden können im Wege des Selbststudiums absolviert werden, sofern eine Lernerfolgskontrolle erfolgt.
(5) Die Erfüllung der Fortbildungspflicht ist der Rechtsanwaltskammer durch Bescheinigungen oder andere geeignete Unterlagen unaufgefordert nachzuweisen. Fortbildung im Sinne des Absatzes 4 ist durch Bescheinigungen und Lernerfolgskontrollen nachzuweisen.

Informationsveranstaltung zum Befreiungsrecht von Syndikusanwälten

Der Landesverband der Freien Berufe Baden-Württemberg veranstaltet eine Informationsveranstaltung zum Befreiungsrecht von Syndikusanwälten.Referieren wird Richter am LSG Essen, Oliver Kahlert, der zu diesem Thema auch regelmäßig publiziert.
Die Veranstaltung findet am Freitag, den 06.02.2015, 14:00 Uhr, in den Räumen der Kanzlei CMS/Hasche/Sigle, Schöttlestraße 8, 70597 Stuttgart, statt.
Anmeldung per Mail an info@freie-berufe-bw.de


DAV informiert:

DAV unterstützt Aufruf zur Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes
Der DAV unterstützt gemeinsam mit deutschen Wohlfahrts- und Sozialverbänden den Aufruf der medizinischen Flüchtlingshilfen und Medibüros, das Asylbewerberleistungsgesetz abzuschaffen und die betroffenen Personen in die regulären sozialen Sicherungssysteme und die gesetzlichen Krankenkassen einzubeziehen. Die Versorgung des betroffenen Personenkreises wäre dann um ein vielfaches menschenwürdiger, aber auch kostensparender und unbürokratischer. Medizinische Versorgung darf nicht Aufgabe von ehrenamtlich arbeitenden Privatpersonen und kostenlos behandelnden Ärzten sein. (vgl. hierzu auch die DAV-Stellungnahme Nr. 35/14).

Forsa-Umfrage der AG Versicherungsrecht im DAV zum Regulierungsverhalten der Versicherer
Eine aktuelle Forsa-Befragung unter den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaften Versicherungsrecht und Verkehrsrecht im DAV liefert aufschlussreiche Erkenntnisse zum Regulierungsverhalten der Versicherer und stößt damit auf ein großes mediales Interesse. Insgesamt nahmen 1257 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte an der Umfrage teil. 70 Prozent der Befragten gaben an, dass sich das Regulierungsverhalten der Versicherer in den letzten fünf Jahren etwas oder sogar deutlich verschlechtert habe. Bemängelt wurden vor allem die verzögerte Bearbeitung und die unberechtigte Kürzung oder Zurückweisung von Leistungen. Je nach Rechtsgebiet zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Klärung streitiger Fälle. Nach Einschätzung der befragten Verkehrsrechtler werden im Bereich zivilrechtlicher Mandate im Verkehrsrecht Streitigkeiten überwiegend außergerichtlich durch Vergleich oder vollständige Regulierung beigelegt, wohingegen im Versicherungsvertragsrecht oftmals erst der Gang zu Gericht eine Klärung bringt. Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.

BVerfG: Art. 12 GG schützt Fachanwaltstitel bei Rückgabe der Anwaltszulassung
Ein Fachanwaltstitel ist wertvoll. Doch wer die Anwaltszulassung zurückgab, verlor bisher automatisch den Titel. Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage, hat jetzt das Bundesverfassungsgericht entschieden. In dem Verfahren ging es um eine Anwältin, die in den öffentlichen Dienst gewechselt war. Mit der Rückgabe der Anwaltszulassung verlangte sie die Zusicherung ihrer Rechtsanwaltskammer, dass sie bei erneuter Zulassung den Fachanwaltstitel zurückerhalte, sofern sie sich fortbilde. Kammer, AGH und BGH lehnten das ab. Den Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats veröffentlicht das Anwaltsblatt im Dezember-Heft (AnwBl 2014, 1052 mit Anmerkung der Redaktion). Vorab können Sie ihn unter www.anwaltsblatt.de lesen.

Satzungsversammlung schafft Berufspflicht zur Mandatsarbeit
Mit einem Paukenschlag endete die zweitägige 7. Sitzung der 5. Satzungsversammlung: Erstmals hat die Satzungsversammlung eine Berufspflicht zur Mandatsarbeit geschaffen. Im neuen § 11 Abs. 1 der Berufsordnung für Rechtsanwälte (BORA) wird der Rechtsanwalt verpflichtet, ein Mandat „in angemessener Zeit zu bearbeiten“. Bisher kannte der § 11 BORA nur eine Berufspflicht zur unverzüglichen Unterrichtung des Mandanten und zur unverzüglichen Beantwortung von Mandantenanfragen. Die Hintergründe zu dieser Regelung, was die Satzungsversammlung noch in BORA und Fachanwaltsordnung (FAO) änderte und wie über die Zukunft der Fachanwaltschaften diskutiert wurde, darüber berichtet das Anwaltsblatt unter www.anwaltsblatt.de

DAV fordert Nachbesserungen bei EU-Vorschlag zur „Ein-Mann-Gesellschaft“
Der DAV begrüßt in seiner Stellungnahme Nr. 58/14, dass die EU-Kommission mit dem Richtlinienvorschlag über Gesellschaften mit beschränkter Haftung mit einem einzigen Gesellschafter („SUP-Richtlinie“) grenzüberschreitende Tätigkeiten der Unternehmen unterstützen will. Den konkreten Entwurf kritisiert der DAV in mehreren Punkten. So ist zur Online-Gründung ein sicherer Identitätsnachweis unentbehrlich. Der Eintragungsmitgliedstaat muss zumindest verlangen können, dass der Gründer über die Vorlage einer Ausweiskopie hinaus eine Identitätsfeststellung durch eine „authority“ (Notar oder Behörde) seines Heimatsstaats beibringt. Das sollte klargestellt werden.

Satzungsversammlung: Endlich Non-legal-Outsourcing in BORA geregelt
Mit einem neuen § 2 der Berufsordnung für Rechtsanwälte (BORA) hat die 5. Satzungsversammlung nun im dritten Anlauf das Non-legal Outsourcing von Kanzleien berufsrechtlich geregelt. Ein Verstoß gegen die Verschwiegenheitspflichten von Anwältinnen und Anwälten liegt danach nicht vor, wenn die Einschaltung Dritter im Rahmen der Arbeitsabläufe der Kanzlei sozialadäquat ist. Die neue differenzierte Norm schafft deutlich mehr Rechtssicherheit  für Anwältinnen und Anwälte und holt das Non-legal-Outsourcing von IT-Dienstleistern oder Aktenvernichtern aus der Grauzone heraus. Der vom Ausschuss 6 „Verschwiegenheit und Datenschutz“ vorgelegte Vorschlag fand mit 68 Ja-Stimmen bei sechs Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen eine klare Mehrheit in der 7. Sitzung der Satzungsversammlung im November 2014. Über alle Details der neuen Regelung berichtet das Anwaltsblatt unter www.anwaltsblatt.de Dort finden Sie auch den Wortlaut der neuen Norm.

Rechtspolitischer Erfolg – Änderung bei Entwurf zur Kinderpornographie
Der Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Kinderpornographie wird geändert. Zur Erinnerung: Der DAV hatte insbesondere die Vorverlagerung der Strafbarkeit angegriffen. Bei den ursprünglichen Plänen sollte schon unter Strafe gestellt werden, was an sich noch nicht strafwürdig ist, sondern nur das, was zu einem strafbaren Verhalten führen könnte. Die Politik hat die vom DAV massiv in der Öffentlichkeit wiedergegebene Kritik aufgegriffen. Das Herstellen von Fotoaufnahmen unbekleideter Kinder soll nun nur dann unter Strafe gestellt werden, wenn sie der kommerziellen Verbreitung dienen sollen. Damit bleibt sozial übliches Verhalten, wie beispielsweise Fotos von einem Kindergeburtstag im Sommer unter einem Rasensprenger straffrei. Zur Pressemitteilung Nr. 37/14.

Rechtsberatung im Verbraucherrecht: Neue Risiken für Anwälte
Das Verbraucherrecht wird auch für anwaltliche Dienstleistungen immer relevanter. Anwälte sind betroffen bei der Anbahnung und beim Abschluss von Mandatsverträgen außerhalb der Kanzlei (früher so genannte „Haustürgeschäfte“, heute „außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge“). Zwei kurze Aufsätze im aktuellen Anwaltsblatt-Novemberheft beleuchten die praktische Relevanz der Neuerungen im Verbraucherrecht: Härting/Thiess: Anwälte müssen dazulernen: Vorsicht Verbraucherschutz, AnwBl 11/14, 906 f. und Mayer: Die Anwaltsvergütung bei Widerruf des Verbrauchermandats, AnwBl 11/14, 908 ff. Sie sind abrufbar unter www.anwaltsblatt.de.

Geldwäscheprävention: Praxisleitfaden für Anwälte
Rechtsanwälte sollen in der Praxis Geldwäscherisiken leichter erkennen und vermeiden können. Mit diesem Ziel haben der Europäische Dachverband der Anwaltschaften (CCBE), die American Bar Association (ABA) und die International Bar Association (IBA) am 21. Oktober 2014 in Tokio einen gemeinsamen Praxisleitfaden mit dem Tiel "A Lawyer's Guide to Detecting and Preventing Money Laundering" vorgestellt. Der Leitfaden vermittelt eine Übersicht über das im jeweiligen Fall anwendbare Recht und zeigt mögliche Risikoszenarien auf, in denen sich Rechtsanwälte der Gefahr aussetzen, in Geldwäschedelikte involviert zu werden. Der Leitfaden enthält zudem Hinweise, wie Rechtsanwälte Geldwäschedelikte schneller erkennen können. Schließlich zeigt der Leitfaden einige Fallbeispiele von Geldwäscherisiken und empfohlenen Reaktionen auf, welche für die Erkennung von Risiken noch weiter sensibilisieren sollen.

Datenschutz und Datensicherheit in der Rechtsanwaltskanzlei
e-Broschüre zum kostenfreien download

 Die Normen des Bundesdatenschutzgesetzes enden nicht vor der Tür der Anwaltskanzlei. Neben der berufsrechtlichen Verschwiegenheit spielt das Datenschutzrecht für das anwaltliche Tagesgeschäft eine nicht zu unterschätzende Rolle. Der Deutsche Anwaltverlag hat die oben genannte Broschüre als e-book vorgestellt. Ab sofort steht das über 90seitige Dokument zum kostenfreien download für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte auf der Homepage des DAV zur Verfügung. Sie gibt einen Überblick über die wichtigsten Fragestellungen rund um den Datenschutz in der Anwaltskanzlei, zeigt Problemstellungen auf und stellt praxistaugliche Lösungen zur direkten Umsetzung im Kanzleialltag zur Verfügung. Ein Glossar rundet die Broschüre ab. Die Broschüre kann den Datenschutz in der Kanzlei verbessern. Erschienen ist die Broschüre im Deutschen Anwaltverlag.
 Auf der Homepage des DAV finden Sie auch eine Checkliste Datenschutz für die Kanzlei.

DAV: Beschuldigte Kinder im Strafverfahren besser schützen
 Der Strafrechtsausschuss des DAV begrüßt in seiner Stellungnahme Nr. 49/2014 den Richtlinienentwurf COM(2013) 822 final der Europäischen Kommission über Verfahrensgarantien in Strafverfahren für verdächtige oder beschuldigte Kinder und die Allgemeine Ausrichtung des Rates der EU zu diesem Vorschlag (s. EiÜ 22/14, 03/14, 36/13). Beide berücksichtigen weitgehend die jugendtypischen Verfahrensgestaltungserfordernisse. Die im Richtlinienentwurf vorgesehenen – in der Allgemeinen Ausrichtung jedoch beschränkten – audiovisuellen Aufzeichnungen von Vernehmungen von Kindern führen zu mehr Rechtssicherheit und stellen insofern eine erstrebenswerte EU-weite Anpassung an den Stand der Technik dar. Allerdings sind die vorgesehenen Beschränkungsmöglichkeiten des unabdingbaren Rechts eines Kindes auf Zugang zu einem Rechtsbeistand zu klären. Der DAV fordert zudem, die vorgesehenen Möglichkeiten der Abwesenheitsverurteilung von Kindern zu streichen und die Nichtöffentlichkeit der Verhandlung als wichtigen Grundsatz ohne konturlose Beschränkungsmöglichkeiten zu verankern.

DAV sieht Verbesserungsbedarf beim Referentenentwurf des Gesetzes zur Verbesserung der Rechtsstellung von asylsuchenden und geduldeten Ausländern
 Die Bundesregierung hat anlässlich der Zustimmung des Bundesrats zum Gesetz zur Einstufung weiterer Staaten als sichere Herkunftsstaaten zugesagt, die Rechtsstellung asylsuchender und geduldeter Ausländer zu verbessern. Der DAV vertritt in seiner Stellungnahme 53/14 die Auffassung, dass der nunmehr vorliegende Referentenentwurf diese Zusage nur unzureichend umsetzt. Er regt dringend an, sicherzustellen, dass eine räumliche Beschränkung nur dann angeordnet werden kann, wenn die Anwesenheit des geduldeten Ausländers wegen einer unmittelbar bevorstehenden aufenthaltsbeendenden Maßnahme erforderlich ist. Der DAV begrüßt, dass der Referentenentwurf gewisse Erleichterung für geduldete Ausländer im Bereich des familiären Zusammenhalts vorsieht.

Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des StGB – Umsetzung Europäischer Vorgaben zum Sexualstrafrecht
 Der DAV spricht sich gegen die im Gesetz zum Sexualstrafrecht vorgesehenen Änderungen aus. Für das gegenwärtige Gesetzesvorhaben liegen kriminologische, soziologische, sexualwissenschaftliche und rechtstatsächliche Erhebungen nicht vor. Im Einzelnen spricht sich der DAV gegen die Verlängerung der Ruhensfrist in § 78b Abs. 1 Nr. 1 E-StGB, die beabsichtigte Reform des § 174 StGB und die Erweiterung des § 184 b Abs. 1 StGB und § 201 a StGB aus. Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Stellungnahme Nr. 50/2014.

DAV fordert Nachbesserungen, um „Frauenquotengesetz“ gerichtsfest zu machen
 Der DAV sieht bei dem Referentenentwurf eines „Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ an vielen Stellen zum Teil erheblichen Nachbesserungsbedarf. Der DAV-Vorstand hat sich bereits mehrfach für eine staatliche Intervention ausgesprochen, um den Anteil von Frauen in den Führungspositionen zu erhöhen. Die Unternehmen selbst haben dies über die Jahre selbst nicht geschafft. Der DAV hat nun eine differenzierte und detaillierte Stellungnahme Nr. 52/2014 zum aktuellen Referentenwurf des BMJV und des BMFSFJ veröffentlicht. Der DAV fordert, um die Unions- und Verfassungsrechtskonformität sicherzustellen, den Gesetzgeber auf, den Quotenvorschriften des Referentenentwurfs Härtefallklauseln hinzuzufügen, die bei wichtigen Gründen Ausnahmen zulassen.

Anwaltsblatt: Die neue BGH-Rechtsprechung zur Verjährung bei der Anwaltshaftung
 Mit zwei Urteilen zur Verjährung von Ansprüchen gegen Berater hat der BGH kürzlich Anwältinnen und Anwälte aufgeschreckt. Haften Anwälte jetzt länger als jemals zuvor? Was die beiden Urteile (AnwBl 2014, 359 und AnwBl 2014, 654) für die Praxis bedeuten und warum ein drittes Urteil zur Beraterhaftung (AnwBl 2014, 361) eine Sonderrolle spielt, erläutert der Vorsitzende Richter des IX. Zivilsenats des BGH im Oktober-Heft des Anwaltsblatts. Seinen Beitrag „Beraterhaftung: Schlussstein zur Reform der Verjährung von 2004“ finden Sie auch online unter www.anwaltsblatt.de Die Urteile aus dem April- und Juli-Heft sind auch dort in der Anwaltsblatt-Datenbank abrufbar.

Impressumspflicht für Kanzleieinträge in der Deutschen Anwaltauskunft?
Seit dem Urteil des LG Stuttgart zu „kanzlei-seiten.de“ häufen sich Anfragen beim Deutschen Anwaltverein, ob von einer Impressumspflicht auch Verzeichnisse wie die Anwaltssuche auf „anwaltauskunft.de“ betroffen sein können. Klare Antwort: Nein! Warum das so ist, erläutert ein Beitrag von Härting/Thiess im Juli-Heft des Anwaltsblatts. Den kurzen Aufsatz finden Sie vorab unter www.anwaltsblatt.de (zusammen mit den Gründen des nicht rechtskräftigen Urteils des LG Stuttgart).

DAV-Stellungnahme zum Entwurf der Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungs-Verordnung
Mit der Stellungnahme Nr. 27/2014 äußert sich der DAV zum Verordnungsentwurf des BMJV über die Aus-und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren. Ausdrücklich begrüßt werden der weiterhin verfolgte liberale Ansatz unter Berücksichtigung der Eigenverantwortung des Mediators sowie der Verzicht auf eine strenge Zugangsregulierung. Bei einigen Regelungsdetails der Verordnung sieht der DAV allerdings noch Korrekturbedarf. So wird insbesondere angeregt, den vorgegebenen Stundenumfang im Rahmen der Ausbildung nur als Orientierungsrichtwert vorzugeben sowie im Ausland absolvierte gleichwertige Ausbildungen vollständig anzuerkennen ohne weitere Zugangshürden zu schaffen.

Neue Formulare in der Prozesskosten- und Verfahrenskostenhilfe
 Seit dem 22. Januar 2014 ist die neue Prozesskostenhilfeformularverordnung (PKHFV) einschließlich der neuen Formulare in Kraft (BGBl I 2014 Nr. 3, S. 34 ff.). Bei Anträgen auf Bewilligung von Prozesskosten- und Verfahrenskostenhilfe ist daher für die Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse das neue Formular zu verwenden. Die alte PKHVV einschließlich des bisherigen Vordrucks sind damit außer Kraft.

Neue Formulare zur Änderung des Beratungshilferechts
Mit Beginn dieses Jahres sind durch das Gesetz zur Änderung des Prozesskosten- und Beratungshilferechts (BGBl I Nr. 55, S. 3533 ff.) zahlreiche Neuerungen in Kraft getreten. Damit ist auch eine Anpassung der zu verwendenden Antragsformulare notwendig geworden. Gestern wurde im Bundesgesetzblatt (BGBl I Nr.1/2014 S. 2 ff) die neue Beratungshilfeformularverordnung (BerHFV) einschließlich der neuen Formulare verkündet. Sie tritt heute in Kraft. Für Anträge auf Bewilligung von Beratungshilfe ist ab dem heutigen Tage daher das neue Formular zu verwenden, welches der DAV hier für Sie zur Verfügung stellt. Weitere Informationen über die Änderungen bei der Beratungshilfe finden Sie auch im Anwaltsblatt 2013, 889 ff. Der Beitrag ist abrufbar unter www.anwaltsblatt.de Eine Bekanntgabe der bereits durch den Bundesrat verabschiedeten Prozesskostenhilfeformularverordnung (PKHV) lag im Zeitpunkt des Redaktionsschlusses noch nicht vor. Wir werden Sie zu gegebener Zeit über das Inkrafttreten informieren.

Verbesserte Version des DAV-Prozesskostenrechners online
Mit Inkrafttreten des 2. KostRMoG und der Anpassung der Rechtsanwaltsvergütung hat der DAV den Mitgliedern auch einen kostenlosen Prozesskostenrechner online zur Verfügung gestellt. Auf Anregung aus der Mitgliedschaft wurde dieser besondere Service nun weiterentwickelt, um den Anforderungen des anwaltlichen Praxisalltags noch besser gerecht zu werden. Insbesondere ermöglicht der Zugang zum DAV-Prozesskostenrechner im offenen Bereich auf der Homepage eine noch schnellere und unkompliziertere Berechnung der voraussichtlichen Prozesskosten. Zudem wurde der Rechner um die Einigungsgebühr erweitert. Damit ist künftig auch die Berechnung der Kosten einer außergerichtlichen bzw. gerichtlichen Einigung möglich. Die neue Version des Prozesskostenrechners finden Sie hier.

DAV App als digitale Arbeitshilfe
Der Deutsche Anwaltverein und Juris haben eine neue mobile App für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte entwickelt. Sie enthält 800 wichtige Gesetze und Verordnungen des Bundes in der aktuell gültigen Fassung und das Anwaltsblatt in der jeweils aktuellen Ausgabe. Zusätzlich bietet die App ihren Anwendern eine integrierte virtuelle Handakte. Nutzer können Inhalte auswählen, auf dem Smartphone speichern und offline nutzen. Das Ergebnis ist eine aktuelle Gesetzessammlung nach eigenem Zuschnitt. Eine komfortable Volltextsuchfunktion unterstützt bei der Recherche. Weitere Ausbaustufen sind geplant.
Android: Die App erfordert Android 2.1 oder höher. Download im Android-Browser.
iPhone: Die App erfordert iOS 3.0 oder höher. Download iOS-Version.

ReNo-Ausbildung: DAV-Vorstand beschließt neue Vergütungsempfehlungen
Für die Anwaltschaft wird es zunehmend schwieriger, auf dem regionalen oder bundesweiten Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt geeignete Bewerber/innen für eine Ausbildung zur/zum Rechtsanwalts-(und Notar)fachangestellten zu finden. Nicht zuletzt eine angemessene Vergütung ist wesentliches Instrument, um den Beruf wieder attraktiv zu machen und um junge motivierte Bewerber/innen dafür zu begeistern. Aus diesem Grund ist der DAV-Vorstand dem Vorschlag des Reno-Ausschusses gefolgt, die DAV-Empfehlungen für Ausbildungsvergütungen anzuheben. Auf der DAV-Homepage finden Sie das aktualisierte Merkblatt sowie viele weitere nützliche Informationen rund um die Fragen der ReNo-Ausbildung.

DAV veröffentlicht Studie zur Zukunft des Rechtsdienstleistungsmarktes 2030
Deutschland schrumpft und altert. Auch die Anwaltschaft hat sich auf die Konsequenzen des demographischen Wandels einzustellen. Das Geschäft verlagert sich in die Ballungsgebiete. In ländlichen Regionen geht die Nachfrage nach anwaltlichen Dienstleistungen zurück. Besonders betroffen ist der klassische „Wald- und Wiesenanwalt“. Dieser wird nur überleben können, wenn er sich flexibel und mandatsbezogen in Netzwerken zusammenschließt. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie hervor, die der DAV bei der Prognos AG in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse der Studie sowie die Dokumente zum Download finden Sie unter www.anwaltverein.de Lesen Sie auch die Pressemitteilung.

Bußgeldrechner als kostenlose Android-App vom Deutschen Anwaltverein
Nach dem Erfolg der iPhone-Apps des Deutschen Anwaltvereins gibt es den Bußgeldrechner nun auch für Android-Smartphones.
Der Bußgeldrechner dient als Service für Verkehrsteilnehmer. Er informiert über besondere Verstöße und ihre juristischen Folgen in den Kategorien Geschwindigkeit, Abstand, Ampel und Alkohol.
Die neue Android-App des DAV können Sie hier kostenlos herunterladen.

 

 

Anwaltsverband Baden-Württemberg informiert:

NEU: Gruppenversicherungsvertrag mit der R+V Versicherung
Der Anwaltsverband Baden-Württemberg hat einen Gruppenversicherungsvertrag mit der R+V Versicherung abgeschlossen, der den Mitgliedern eines dem Anwaltsverband Baden-Württemberg angeschlossenen örtlichen Anwaltvereins eine günstige Altersvorsorge für angestellte anwaltliche und nichtanwaltliche Mitarbeiter bietet. Über den Vertrag angeboten werden eine Direktversicherung mit Entgeltumwandlung und eine persönliche Vorsorge, die R+V-RiesterRente. Die Vorteile der angebotenen Versicherungen sowie ein Kontaktformular können Sie hier als pdf herunterladen.

Ihr Ansprechpartner:
R+V Versicherung
Vertriebsbeauftragter Leben
Jürgen Malsam
Steinhäuserstr. 12, 76135 Karlsruhe
Tel.: 0721/8192-382
Fax: 0721/8192-77382
E-Mail: Juergen.Malsam@ruv.de

Anwälte in Not
Der Anwaltsverband Baden-Württemberg bietet ein Beratungsangebot für in Not geratene Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte an. Die Kolleginnen und Kollegen, die bereit sind, ehrenamtlich solch eine Beratung durchzuführen, können Sie hier als pdf herunterladen. Bei Beratungsbedarf können Sie sich gerne direkt an die Kolleginnen und Kollegen wenden und einen Termin vereinbaren.

Anwaltsverband Baden-Württemberg im Deutschen Anwaltverein e.V.
Geschäftsstelle:
Johannes-Daur-Str. 10
70825 Korntal-Münchingen
Postfach 1209
70808 Korntal-Münchingen

Telefon: 0711/2365963
Telefax: 0711/2552655
E-Mail: kanzlei@kotheweb.de
www.av-bw.de

 

 

FORUM Junge Anwaltschaft informiert:

Stammtisch
Wir treffen uns jeden ersten Donnerstag im Monat ab 19:30 Uhr zum Stammtisch. Junge Kolleginnen und Kollegen sowie Referendare und Assessoren sind uns jederzeit willkommen.

Termine:
04.12.2014, Café Grand Planie
08.01.2015, Café Grand Planie 
05.02.2015, Café Grand Planie
05.03.2015, Café Grand Planie

Weitere Informationen zum Forum Junge Anwaltschaft finden Sie unter www.davforum.de. Für Fragen steht Ihnen der Regionalbeauftragte für den Landgerichtsbezirk Stuttgart, Rechtsanwalt Jan Besserer, unter stuttgart@davforum.de oder unter der Telefonnummer 07152 9086080 gerne zur Verfügung.

 

 

ARGE Anwältinnen informiert:

Stammtisch für die Region Stuttgart
Herzlich willkommen sind Mitglieder der ARGE Anwältinnen und Interessentinnen.

Nächste Termine:

27. November 2014
15. Januar 2015
12. März 2015
7. Mai 2015

ab 19:30 Uhr im La Piazza, Charlottenstr. 11, 70182 Stuttgart

Kontakt über Rechtsanwältin Klaudia Großmann, Tel.: 0711-90051990, oder kg@grossmann-rae.de

Weitere Informationen zur ARGE Anwältinnen und zu aktuellen Terminen finden Sie unter www.dav-anwaeltinnen.de